USA: Im Januar stieg die Jahresrate des Kern-PCE-Preisindex auf 3,1 %, monatlich um 0,4 %, was den Markterwartungen entspricht, aber der bevorzugte Inflationsindikator der Federal Reserve ist weiterhin weit entfernt vom Zielwert von 2 %. Das Narrativ „higher for longer“ (Zinsen auf hohem Niveau halten) wird weiterhin gestärkt, was den Kryptomarkt vor makroökonomischen Druck stellen könnte.
(Vorgeschichte: Wird die US-Zinssenkung im Dezember verschoben? Im Oktober erreichte der Kern-PCE den höchsten Stand seit einem halben Jahr)
(Hintergrund: Die FOMC-Protokolle vom September deuten auf eine Taube hin: Noch zwei Zinssenkungen bis 2025, aber die Inflationskontrolle ist unzureichend)
Am 13. März veröffentlichten die USA die neuesten Daten: Die Jahresrate des Kern-PCE-Preisindex für Januar liegt bei 3,1 %, im Einklang mit den Markterwartungen von 3,1 %, leicht gestiegen gegenüber 3,0 % im Dezember. Die monatliche Steigerung bleibt bei 0,4 %, unverändert zum Vormonat. Nach Bekanntgabe der Daten wurden die Erwartungen auf Zinssenkungen weiter gedrückt, und das Narrativ „Zinsen länger hoch halten“ der Federal Reserve wurde erneut gestärkt.
Januar-Daten: Dienstleistungs- und Warenpreise steigen beide
Die Struktur der Daten zeigt, dass die Dienstleistungspreise die Haupttreiber sind. Im Januar sind die Dienstleistungspreise aufgrund erhöhter Arztkosten und gestiegener Managementgebühren für Investmentportfolios höher. Bei Waren steigen die Kernwarenpreise durch die erhöhte Nachfrage im Zusammenhang mit KI, insbesondere bei Computer-Software und Zubehör, was zusätzlichen Aufwärtsdruck erzeugt.
Besonders zu beachten ist, dass der Kern-PCE im Dezember bei 3,0 % lag, was die Markterwartungen von 2,9 % übertraf, und im Januar erneut auf 3,1 % stieg, was zeigt, dass die Inflationsspirale weiterhin bestehen bleibt.
Derzeit liegt der Leitzins der Federal Reserve zwischen 3,5 % und 4,0 %, während das Inflationsziel bei 2 % liegt. Das Niveau von 3,1 % beim Kern-PCE deutet darauf hin, dass die Abkühlung ins Stocken geraten ist oder sogar eine leichte Umkehr zeigt.
Analysten von Oxford Economics sind vorsichtig und meinen, dass der Anstieg der Kerninflation im Januar kein Signal für einen Trend im Jahr 2026 ist. Ein Teil des Anstiegs könne saisonale Faktoren und routinemäßige Preisanpassungen im Dienstleistungssektor zu Beginn des Jahres erklären, weshalb man dies nicht überbewerten sollte.
Potenzielle Auswirkungen auf den Kryptomarkt
Die Verbindung zwischen Kern-PCE und dem Kryptomarkt ist wie folgt:
- Hoher Kern-PCE: Die Federal Reserve neigt dazu, die Zinsen hoch zu halten oder sogar zu erhöhen, der US-Dollar wird stärker, und die Liquidität in risikoreichen Vermögenswerten (Technologieaktien, Kryptowährungen) wird enger, was den Druck erhöht.
- Niedriger Kern-PCE: Der Spielraum für Zinssenkungen öffnet sich, die Marktliquidität wird lockerer, und risikoreiche Anlagen profitieren tendenziell.
Am Tag der Veröffentlichung standen die Kryptomärkte zudem unter Druck durch Optionsverfall: Rund 27.000 Bitcoin-Optionen laufen aus, mit einem Nominalwert von etwa 1,9 Milliarden US-Dollar. Das Verhältnis von Put- zu Call-Optionen liegt bei 0,97, was neutral bis leicht bärisch ist, mit dem größten Schmerzpunkt bei 69.000 USD.
Die makroökonomischen Daten sind heiß, und durch den Optionsverfall besteht kurzfristig ein Risiko für Volatilität.
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