Der Handelskrieg zwischen den USA und China schlägt erneut Wellen. Der ehemalige US-Präsident Trump hat kürzlich öffentlich erklärt, dass beide Seiten Handelsgespräche führen, doch die chinesische Regierung hat sofort widersprochen und betont, dass “derzeit überhaupt keine wirtschaftlichen oder handelspolitischen Verhandlungen stattfinden”. Dieses diplomatische Rätsel von “wer hat Recht” hat großes Interesse in allen Bereichen geweckt.
Trump: Wir haben heute Morgen gerade ein Treffen gehabt!
Der US-Präsident Trump sagte am Donnerstag gegenüber den Medien, dass die Handelsgespräche mit China weiterhin stattfinden. Er sagte vage: „Sie haben heute Morgen ein Treffen gehabt… Wer ‘sie’ sind, ist nicht wichtig, vielleicht werden wir das später bekannt geben, aber wir haben tatsächlich Gespräche mit China geführt.“
Diese Aussage scheint zu versuchen, zu vermitteln, dass China und die USA heimlich verhandeln, wirft jedoch auch Fragen in der Außenwelt auf. Wenn es wirklich ein Treffen gegeben hat, warum sind die Positionen der beiden Seiten dann so inkonsistent?
Die chinesische Seite steht fest: Keine Verhandlungen und kein einseitiger Druck werden akzeptiert.
In Bezug auf die Aussagen von Trump wies der Sprecher des chinesischen Handelsministeriums, He Yadong, am selben Tag ausdrücklich zurück. Er sagte: “Derzeit gibt es zwischen China und den USA überhaupt keine Verhandlungen in Bezug auf Wirtschaft und Handel.” Er fügte hinzu: “Alle Aussagen über den Fortschritt der Verhandlungen sollten als unwahr betrachtet werden.”
Darüber hinaus betonte He Yadong, dass Chinas grundsätzliche Position lautet: Wenn die USA ernsthaft das Problem lösen wollen, müssen sie “alle einseitigen Sanktionsmaßnahmen aufheben”.
Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Guo Jiakun, bekräftigte am Donnerstagnachmittag diese Position und erklärte, dass China bereit sei, den Dialog zu führen, vorausgesetzt, “die chinesische Seite sollte gleich behandelt werden.”
Beide Seiten erheben Zölle, der Handelskrieg flammt erneut auf.
Trump hat diese Woche frühere Signale der Versöhnung mit dem neuen Finanzminister Scott Bessent ausgesendet, aber tatsächlich hat das Weiße Haus kürzlich Zölle von bis zu 145 % auf chinesische Waren erhoben. Als Reaktion darauf hat Peking nicht nur Vergeltungszölle eingeführt, sondern auch die Exportbeschränkungen für Seltene Erden und wichtige Mineralien verschärft, was die bilateralen Spannungen erneut erhöht hat.
China hat auch eine Warnung an alle Länder ausgesprochen, die möglicherweise “Chinas Interessen opfern” könnten, um mit den USA zusammenzuarbeiten, und betont, dass möglicherweise Vergeltungsmaßnahmen ergriffen werden.
Wirtschaftswissenschaftler beobachten: Chinas Strategie hat sich verändert.
Der Chefökonom von The Economist Intelligence Unit für China, Yue Su, weist darauf hin, dass sich Chinas derzeitige Verhandlungsstrategie verändert hat. “Früher konzentrierte sich China mehr auf die Bedürfnisse der anderen Seite, aber jetzt legen sie mehr Wert darauf, was sie selbst wollen.” Sie glaubt, dass dies das Misstrauen Chinas gegenüber den wechselhaften und unklaren Positionen der Trump-Regierung widerspiegelt.
Su Yue ergänzte: “Dies ist ein Zeitpunkt, an dem China eine ‘kostenlose’ Haltung einnehmen wird. Wenn die USA den Druck weiter erhöhen, ist nicht auszuschließen, dass China härter wird.”
Die Auswirkungen auf Unternehmen und Märkte beginnen sich abzuzeichnen.
Im Zuge dieses doppelten Angriffs mit Worten und Zöllen haben mehrere große Banken an der Wall Street die Wachstumsprognosen für das chinesische BIP in diesem Jahr gesenkt. Das chinesische Handelsministerium erklärte ebenfalls, dass es daran arbeite, Unternehmen dabei zu helfen, ursprünglich für den Export vorgesehene Produkte auf den Inlandsmarkt umzuleiten, um den Druck zu mildern.
Der leitende Ökonom für die Greater China Region von Natixis, Jianwei Xu, weist darauf hin, dass die USA möglicherweise die Zölle auf das ursprüngliche Niveau von 20 % oder sogar darunter senken müssen, um China zurück an den Verhandlungstisch zu bringen.
Aber für Trump könnte solch ein Zugeständnis die Außenwelt fragen lassen: “Wenn wir am Ende wieder am Anfang stehen, wofür war dieser Handelskrieg dann überhaupt?”
Die geopolitische Wirtschaftslandschaft verändert sich heimlich.
Obwohl die USA nach wie vor Chinas größter einzelner Handelspartner sind, hat Südostasien in den letzten Jahren auf regionaler Ebene die EU überholt und ist Chinas größter regionaler Handelspartner geworden. Dieser Trend zeigt, dass China aktiv nach diversifizierten Exportmärkten sucht, um die Abhängigkeit von den USA zu verringern.
Dieser Artikel: Gibt es tatsächlich Handelsgespräche? Trump beharrt darauf, dass sie “in vollem Gange” sind, während Peking entschieden dementiert. Erscheint zuerst auf Chain News ABMedia.